2.1 Der Trick mit den gekreuzten Kabeln: das Null-Modem

Der Empfänger (Slave) kann bei dem normalen Centronics-Setup über die Datenleitungen nur Daten empfangen und der Sender (Master) nur senden. Es ist keine bi-direktionale Kommunikation möglich. Dennoch gibt es Möglichkeiten für den Sender, auch gleichzeitig Daten zu empfangen und für den Empfänger gleichzeitig Daten zu senden: die Steuerleitungen.

Es muss also ein Weg befunden werden, die Datenleitungen mit den Steuerleitungen (ERROR, SLCT, PE, ACK, BUSY) so zu kreuzen, dass sich beide Kommunikationsteilnehmer miteinander permanent austauschen können. Dazu werden die Datenleitungen D0 bis D4 mit den Steuerleitungen ERROR, SLCT, PE, ACK und BUSY des jeweiligen anderen Steckers verbunden. Folgende Tabelle soll die Verbidnungen verdeutlichen:

VON PIN

(FUNKTION)

ZU PIN

(FUNKTION)

2

(Datenleitung 0)

15

(-ERROR)

3

(Datenleitung 1)

13

(SLCT)

4

(Datenleitung 2)

12

(PE)

5

(Datenleitung 3)

10

(-ACK)

6

(Datenleitung 4)

11

(-BUSY)

15

(-ERROR)

2

(Datenleitung 0)

13

(SLCT)

3

(Datenleitung 1)

12

(PE)

4

(Datenleitung 2)

11

(-BUSY)

6

(Datenleitung 4)

10

(-ACK)

5

(Datenleitung 3)

Wie man aus der Tabelle entnehmen kann stehen nur 5 Verbindungen für jede Richtung zur Verfügung. Dies bedeutet man kann nur maximal 5 Bit pro Sendevorgang übermitteln. Sinnvoll ist es daher, jeweils Nibble-Weise (=Halbbyte, 4 Bit) zu übetragen. So kann der Empfänger die empfangenen Bitfolgen leichter wieder zu ganzen Bytes zusammensetzen. Das Übertragungskabel sind so aufgebaut, dass Daten, die an den unteren 4 Bits des ersten Registers der Schnittstelle angelet sind, automatisch an den Steuerleitungen des Gegenübers anliegen.